Stoffwechsel/ Verdauung

Bereits in 4000 Jahre alten Schriften ayurvedischer Heilkundiger wird der Darm als das Zentrum des Wohlbefindens beschrieben. Vor 100 Jahren erkannte der russische Arzt und Nobelpreisträger Dr. Ilja Metchnikoff: „Der Tod sitzt im Darm“. Er hatte entdeckt, dass jene Völker im Kaukasus, die täglich milchsaure Produkte (= Probiotika) verzehrten, besonders gesund und widerstandsfähig waren und ein sehr hohes Alter erreichten. Diese Erkenntnis wird von der modernen Wissenschaft bestätigt.

Gesundheit beginnt im Darm

Nur wenn die Verdauung gut funktioniert, fühlen wir uns rundherum wohl. Ungefähr zwei Kilo unseres Körpergewichtes machen Mikroorganismen aus. Diese leben zu einem Großteil in unserem Darm und besiedeln deren Schleimhaut. Wir leben mit diesem Mikrobiom in Symbiose. Das heisst, die Mikroorganismen können nicht ohne uns und wir können nicht ohne sie leben - sie spielen eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.

Das Mikrobiom - wichtiger Player unseres Stoffwechsels

Unsere Gesundheit ist am stabilsten, je mehr von den erwünschten Bakterienarten den Dickdarm besiedeln. Mit Milliarden von ihnen steuert der Darm den Großteil aller Stoffwechselvorgänge in unserem Körper, er produziert lebenswichtige Vitamine, Enzyme und Aminosäuren oder er gewährleistet deren Aufnahme und er neutralisiert alles Schädliche, das mit der Nahrung in unseren Organismus gelangt. Nirgendwo sonst innerhalb des Körpers findet folglich ein intensiverer Kontakt mit fremden Stoffen statt als im Darm. Hier landet die gesunde Nahrung ebenso wie alle künstlichen Farbstoffe, Emulgatoren und Konservierungsmittel.

Der Darm - ein höchstausgebildetes Abwehrsystem

Die gesunde Darmschleimhaut bildet eine äußerst leistungsstarke Schutzbarriere, damit alles, was schaden könnte, nicht die Darmwand durchdringt und somit ins Blut gelangt. Darmbakterien unterstützen die Verdauung, schützen vor Infektionen und sind für die Entwicklung des Immunsystems mitverantwortlich. Dabei ist die Diversität von ausschlaggebender Bedeutung. Je größer die Vielfalt der bakteriellen Flora im Darm umso größer ist die Stabilität und die Resistenz der Besiedelung und umso effektiver und effizienter ist die Verdauung, umso gesünder ist der Mensch.

Dysbalancen der Darmflora

Eine Besiedelung unseres Darms mit den falschen, nicht vorgesehenen Organismen kann zu Beschwerden wie Blähungen, Durchfällen oder Verstopfung führen. Die Dysbiose spiegelt dabei das Missverhältnis zwischen Fäulnisflora, Säuerungsflora und den Histaminbildnern wieder. Besteht eine solche bakterielle Fehlbesiedlung über einen längeren Zeitraum hinweg, so können sich weitere Gesundheitsstörungen entwickeln (Beispiele):

  • Allergien
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Reizdarmsyndrom
  • Infektanfälligkeit
  • Hauterkrankungen
  • Übergewicht
  • Stoffwechselstörungen (Fettstoffwechsel, Diabetes)
  • Kardiovaskuläre Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall)
  • Autoimmunerkrankungen
  • Neuropsychiatrische Erkrankungen

Es gibt einige Faktoren, die die Qualität des sogenannten Mikrobioms beeinflussen. Dazu gehört natürlich die Ernährung: Kohlenhydrate, Proteine, Fette, sekundäre Pflanzenstoffe, Vollkornprodukte – alle haben einen Einfluss auf die Mikroorganismen im Darm. Antibiotika, Abführmittel und Medikamente schädigen die Darmbakterien. Auch Stress stört das mikrobielle Gleichgewicht im Darm.

Was wir für Sie tun können

Auf der Grundlage einer ganzheitlichen Diagnose und labordiagnostischer Ergebnisse können wir für Sie eine gezielte Therapie einleiten, die sich im Rahmen naturheilkundlicher Verfahren und Therapieformen bewegt.