Die Low Level Laser Therapie (LLLT)

LLLT statt Krieg der Sterne

Wir wollen nicht einen auf Jedi Ritter machen oder über Star Wars sinnieren. Vielmehr gilt die Aufmerksamkeit der Laser-Therapie, einer natürlichen Therapie, bei der Energie in Form von niedrig-energetischem Laserlicht auf den menschlichen Körper übertragen wird. Damit wird das Immunsystem intensiv stimuliert und die Zellerneuerung der Haut aktiviert.

Konkret stellen wir in diesem Essay die Low Level Lasertherapie (LLLT) bzw. die Photobiomodulation (PBM) vor. Diese beiden Begriffe werden synonym verwendet und beschreiben eine Lichttherapie, die Laserlicht des sichtbaren roten (380-700 nm)* und des unsichtbaren ultravioletten (780-1100 nm) Spektrums nutzt.
*nm = Newtonmeter

Biophotonen – die Energie des Lebens

Erste Beobachtungen von ultraschwachen, nicht-thermischen biologischen Lichtemissionen machte der russische Biologe Alexander Guruwitsch zu Beginn der 1920er Jahre; dabei machte er Experimente zur Zellvermehrung von Pflanzen. Diese schwachen elektromagnetischen Wellen bezeichnete er als „mitogenetische Strahlung“. Er konnte sie sowohl im sichtbaren als auch im ultravioletten Bereich des Spektrums nachweisen. Zudem stellte Guruwitsch fest, dass Licht aus dem roten Bereich des Spektrums die größte Wirkung auf die Zellen hat.

Fast 50 Jahre später konnte der deutsche Biophysiker Fritz Albert Popp sowohl die Existenz ultraschwacher Lichtemission von lebenden Systemen nachweisen, als auch deren Ursprung in der DNS sowie deren kohärenten laserähnlichen Charakter. Dieses Phänomen bezeichnete er als „Biophotonen“. Er wies nach, dass die Biophotonen intra- und interzelluläre Informationen übertragen, und dass die Funktion unserer gesamten Physiologie von diesem „lebenden Licht“ beeinflusst wird.

Popps revolutionäre Theorie bestätigte die biologische Rolle der Biophotonen und wie sie physiologische Prozesse koordinieren können: Die Biophotonen-Emissionen (die ständig von der Zell-DNA sowohl freigesetzt als auch absorbiert werden) ermöglichen eine nahezu augenblickliche Kommunikation im gesamten Organismus und stellen eine komplexe Energievernetzung in lebenden Systemen dar. Ähnlich einem Glasfaserkabel kommunizieren Biophotonen in Lichtgeschwindigkeit; so können mehr als 100.000 biochemische Prozesse pro Sekunde und in jeder einzelnen Zelle geregelt ablaufen.

Geleitet von der Erkenntnis, dass physiologische und metabolische Funktionen des Körpers tatsächlich auf der Ebene eines energetischen Biofeldes reguliert und durch Biophotonenübertragung geleitet werden, wird klar, warum die Lasertechnologie ein so hohes Heilungspotenzial besitzt: Das kohärente Licht eines therapeutischen Lasers und die Biophotonen-Emissionen des Körpers, die von der DNA und den Mitochondrien jeder lebenden Zelle absorbiert und abgestrahlt werden, sind sich offenbar ähnlich und kompatibel.

Infolgedessen kann eine Reihe wichtiger biochemischer Prozesse mittels Laserlicht gefördert und unterstützt werden.

Was sind Chromophore?

Die Lichtantennen unserer Körperzellen werden heute als Chromophore bezeichnet. Diese Sammelkomplexe aus lichtabsorbierenden Farbstoffen sind je nach Gewebeart (Oberhaut, Unterhaut, Nerven etc.) unterschiedlich. So differieren sie in Dichte und Zusammensetzung dieser Farbstoffe (Chromoproteine). Deshalb sprechen Sie auch unterschiedlich auf spezifische Lichtspektren an.

Die LLL-Therapie ermöglicht einen nicht-thermischen Prozess, an dem endogene Chromophore beteiligt sind, die photophysikalische (d.h. lineare und nicht-lineare) und photochemische Ereignisse auf verschiedenen biologischen Ebenen auslösen.

So stellt die Häm-Gruppe im Hämoglobin ein Beispiel für Chromophore dar; diese absorbiert Licht im Bereich zwischen 520 bis 600 nm. Daraus lässt sich ableiten, dass die Lichttherapie mit dem Laser in diesem spezifischen Lichtspektrum den Sauerstofftransport der roten Blutkörperchen triggert und somit die Sauerstoffversorgung des Gewebes verbessern kann.

Somit bestimmen die Chromophore den therapeutischen Einsatz des Lasers an unterschiedlichen Strukturen des Körpers und definieren zugleich den optimalen Bereich der physikalischen Therapie. Das sogenannte „therapeutische Fenster“ beschreibt den optimalen Kompromiss zwischen Lichtdurchdringung und -absorption, also den Bereich den es zu nutzen gilt, um beste Behandlungsergebnisse zu erzielen.

Der Effekt ist also photochemisch und nicht thermisch. Das Laserlicht löst biochemische Veränderungen in den Zellen aus und kann mit dem Prozess der Photosynthese in Pflanzen verglichen werden, wo die Photonen von zellulären Photorezeptoren absorbiert werden und chemische Veränderungen auslösen.

Laserlicht induziert Prozesse

Die Low Level Laser Therapie stärkt und moduliert physiologische Prozesse. Dabei entfaltet der Laser seine Wirkung in den Zellstrukturen unter der Haut. Die Lichtstrahlen, die das Gewebe aufnimmt, setzen verschiedene Prozesse in den Zellen in Gang, zum Beispiel:

  • Laserlicht kann die allgemeine Stoffwechselsituation verbessern und die Ausschüttung körpereigener Endorphine anregen, was sich positiv auf die Regulation der Schmerzwahrnehmung auswirkt und das Schmerzempfinden reduziert.
  • Laserstrahlen fördern die Durchblutung und somit den Sauerstoffaustausch in den Blutgefäßen. Hierdurch werden Heilungsprozesse anregt und die Wundheilung beschleunigt. Zudem stimuliert der Laser unsere Entzündungszellen. Hieraus resultiert wiederum eine Eindämmung von Wundinfektionen.
  • Die Lasertherapie ist eine schmerzfreie und unschädliche Methode zur Behandlung von Verletzungen oder Krankheitsbildern an Gewebe, Gelenken, Knochen und Muskulatur. Durch die Lasertherapie aktiviert, können Zellen wichtige Nährstoffe schneller aufnehmen und Abfallstoffe beseitigen. So werden die Zellen, aus denen unsere Sehnen, Bänder und Muskeln bestehen, schneller repariert.
  • Eine Laser-Behandlung wirkt Anti-Ödem-bildend, sowohl da sie die Gefäße erweitert als auch da sie das Lymphdrainage-System aktiviert: Es folgt eine Reduzierung von Schwellungen.
  • Auf neurophysiologischer Ebene kann eine nachhaltige Unterstützung der Nervenregeneration sowie eine Verbesserung der weiteren neuromuskulären Funktionskette erzielt werden.

Abb. Auswirkungen der Low-Level-Laser-Therapie auf den Organismus (Quelle K-Laser)

 

Auswirkungen der Low-Level-Laser-Therapie auf den Organismus

  • Angiogenese und Neovaskularisation: Der Laser erhöht die Sauerstoffversorgung von geschädigtem Gewebe und beschleunigt dessen Heilung.
  • Knorpelbildung: Der Laser erhöht die Produktion von Knorpelzellen (Chondrozyten), unterstützt die Knorpelbildung und verbessert die Gelenkfunktion.
  • Knochen-Neoapposition: Der Laser regt die Bildung von Knochenzellen (Osteozyten) und der extrazellulären Knochenmatrix an und beschleunigt so die Regeneration von Knochengewebe.
  • Muskelregeneration: Mit dem K-Laser gelingt es lädierte Muskelfasern zu regenerieren und myogene Satellitenzellen zu aktivieren; Muskelgewebe wird regeneriert.
  • Kollagenbildung: Die Ausrichtung und Neubildung von Kollagenfasern reduziert die Bildung von Keloiden und erhöht die Gewebeelastizität.
  • Nervenregeneration: Die Zunahme der Wachstumsfaktoren durch die Lasertherapie fördert die neuronale Regeneration und die Bildung von Myelin. Bei der Myelinschicht handelt es sich um die Biomembran, die schützend unsere Nerven umhüllt.
  • Ödeme und Entzündungen: die Auflösung entzündlicher Vorgänge wird beschleunigt. Denn der Laser kann auf Entzündungsmediatoren, wie beispielsweisem Makrophagen, neutrophile Granulozyten und Lymphozyten modulierend einwirken.
Aus Laserenergie wird Lebensenergie

Durch die Übertragung von elektromagnetischen Wellen auf den menschlichen Körper wird das Immunsystem intensiv stimuliert und die Zellerneuerung der Haut aktiviert. Dieser Prozess erreicht 24 Stunden nach der ersten Behandlung seinen Höhepunkt und verwandelt die Laser-Energie in Lebensenergie für die Zellen.

Die equalance Naturheilpraxis ist autorisiertes K-Laser-Therapie Center. In unserer Praxis arbeiten wir mit dem K-Laser Cube. Dank der erhöhten Abgabe von Energie in tieferen Gewebeschichten verbessert die dynamische K-Laser-Therapie die Regeneration und beschleunigt die Zellerneuerung der Haut. Die dynamische K-Laser-Behandlung verwendet im Rahmen einer Behandlungssitzung mehrere Pulsfrequenzen, um folgende Effekte zu erzielen:

  • schmerzlindernd (analgetisch),
  • Gefäße weitend (vasodillatorisch),
  • entzündungshemmend (antiinflammatorisch),
  • durchblutungsfördernd (mikrozirkulationssteigernd),
  • regenerationsfördernd,
  • immunmodulatorisch,
  • Biostimulation der Haut,
  • antimikrobielle Wirkung,
  • Erhöhung der den Zellen verfügbare Energie (ATP).
Stärken der Lasertherapie mit dem K-Cube Laser
  • Die einzelnen Sitzungen eines Therapiezyklus dauern nur wenige Minuten.
  • rasche Genesungszeiten
  • maximale Resultate bei jeder einzelnen Sitzung
  • schmerzfreie Schmerztherapie
  • rasche Wiederaufnahme der (sportlichen) Betätigung
Typische Indikationen der Photobiomodulation mit dem K-Laser
  • Schulter-Nackenschmerzen
  • Rückenschmerzen, z.B. bei Verschleiß und Bandscheibenvorfällen
  • Lumbo-Ischialgien
  • Gelenkschmerzen, z.B. bei Arthrose
  • Fersensporn
  • Karpaltunnelsyndrom CTS
  • Morbus Sudeck CRPS
  • Wundheilungsstörungen
  • Sportverletzungen, z.B. Prellungen, Zerrungen
  • Tennisellbogen

Sollten Sie Fragen zur Anwendung der Low Level Lasertherapie bzw. der Photo Bio Modulation haben, so stehen wir Ihnen in der equalance Naturheilpraxis gerne zur Verfügung.

Quelle: K-Laser- How it works: Michael Berry, D.C., Tustin, USA.

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Literatur (Auszug)
  • Alves AC et al.: Effect of low-level laser therapy on the expression of inflammatory mediators and on neutrophils and macrophages in acute joint inflammation. Arthritis Res Ther. 2013;15(5): R116.
  • Barretto SR et al.: Evaluation of anti-nociceptive and anti-inflammatory activity of low-level laser therapy on temporomandibular joint inflammation in rodents. JPhotochem Photobiol B. 2013 Dec 5; 129:135-42.
  • Feng J et al. Low-power laser irradiation (LPLI) promotes VEGF expression and vascular endothelial cell proliferation through the activation of ERK/Sp1 pathway. Cell Signal 2012, 24: 1116e1125.
  • Gross AR et al. Low Level Laser Therapy (LLLT) for Neck Pain: A Systematic Review and Meta-Regression. Open Orthop J. 20. Sep. 2013;7:396-419.
  • Kreisel V et al.: Laser-Feld-Therapie, Starnberg 2018.
  • Popp F-A: Biophotonen – Neue Horizonte in der Medizin, Stuttgart 1983, 2006.
  • Schindl A et al. Systemic effects of low-intensity laser irradiation on skin microcirculation in patients with diabetic microangiopathy. Microvasc Res 2002, 64:240e246.
  • Süß-Burghart A; Füchtenbusch M; Füchtenbusch A: Low-Level-Laser-Therapie (LLLT) bei chronischen Wunden. Neue Wege für das Wundmanagement. Evidenz und Praxis.
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